Jobwechsel in der Elternzeit

Mit Beginn der Elternzeit startet für viele Mütter eine Umbruchphase. Nicht nur die familiären Verpflichtungen ändern sich, sondern auch das berufliche Umfeld. Die meisten Mütter kehren zwar nach der Geburt in ihren Beruf zurück, aber häufig müssen sie ihre Karriere vernachlässigen. Da könnten sie ebenso gut umschulen oder das Hobby zum Beruf machen, vor allem, wenn bereits vor der Elternzeit eine gewisse Unzufriedenheit im Job bestanden hat.

 

Jobwechsel in der Elternzeit

Am liebsten würden viele Eltern von zuhause arbeiten

 

Unzufriedenheit im Job wirkt sich auf die Familie aus

Wer beruflich unzufrieden ist, verschwendet viel Energie. Krankheit oder Unlust sind die Folge. Wer am Sonntagabend bereits an Montagmorgen denkt und den Frust nicht von sich schieben kann, der ist auch am Wochenende in Gedanken nicht ganz bei seiner Familie.
Positive Energien entwickeln sich, wenn im Job alles glatt läuft. Wer Freude bei der Arbeit hat, der ist lebensfreudiger und ausgeglichener. Doch Eltern erleben häufig einen Wandel, wenn erstmal ein Kind geboren wurde. Frauen, die nach der Geburt in den Beruf zurückkehren, können oft nur noch in Teilzeit arbeiten, weil die Betreuung der Kinder im Vordergrund steht. Das kann zu Frust führen, selbst, wenn der Beruf noch Spaß macht.

Neustart in der Elternzeit wagen

Einen neuen Weg einzuschlagen, ist nicht leicht. Wer sich selbstständig machen will, hat vielleicht Angst zu scheitern; wer beruflich umschult, fühlt sich den neuen Anforderungen eventuell nicht gewachsen und wer etwas Neues wagt, der muss mit Altem abschließen können.

Dennoch bietet ein Jobwechsel viele Vorteile:

  • Den Zauber des Neuanfangs
  • Mehr Zufriedenheit, wenn man seinem Bauchgefühl vertraut
  • Bessere Kommunikation, weil man Menschen kennenlernt, die auf derselben Wellenlänge liegen
  • Persönliche Stärken besser nutzen
  • Mehr Zeit für die Familie

Ein Job- oder gar Berufswechsel kann allerdings auch Nachteile mit sich bringen:

  • Weniger Verdienst
  • Die Karriere beginnt von vorn
  • Es ist viel Energie vonnöten, sich in ein neues Fachgebiet einzuarbeiten

Wer den Beruf wechseln möchte, muss Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen. Wenn die Nachteile überwiegen, sollte man bedenken, dass Unzufriedenheit im Beruf oft ebenso viel Energie kostet wie eine Umschulung. Das Neue hingegen ist spannender und birgt mehr Glückspotential.
Wer sich beruflich umorientieren möchte, ist gut beraten, zunächst seine Potentiale zu entdecken. Denn nur wer weiß, was ihn glücklich macht, wird später auch Erfüllung im neuen Beruf finden. Ist die Entscheidung zugunsten der Neuorientierung gefallen, bietet die Elternzeit den idealen Startzeitpunkt.

Das Hobby zum Beruf machen

Die beliebteste Art, sich weiterzuentwickeln, ist, das Hobby zum Beruf zu machen. Wer für seine Sache brennt, findet während der Elternpause neue Möglichkeiten, mehr Zeit für die schönen Seiten des Lebens aufzubringen. Gerade Mütter, die aus ihrem Job ausbrechen wollen, können in aller Ruhe ihre Fähigkeiten auf eine neue Probe stellen. Vor allem im kreativen Bereich lässt sich der Horizont erweitern.
Mütter, die gerne schreiben, können ihr Wissen bequem von zuhause aus einsetzen. Warum nicht einen Ratgeber zur Kindererziehung schreiben? Oder das Tagebuch zur beruflichen Neuorientierung verfassen?
Eine Mutter, die gerne näht, sollte die Nähmaschine nicht mit der Geburt des Kindes verbannen, sondern könnte Kinderkleidung entwerfen und verkaufen.
Sogar, wer gern reist, kann neue Möglichkeiten auftun. Warum nicht Stadtführungen für Eltern anbieten, bei denen frischgebackene Eltern die eigene Stadt neu entdecken können? Dabei muss man sich nicht auf die eigene Region beschränken und lernt so selbst noch Neues kennen.
An Musikschulen sind auch Quereinsteiger gerne gesehen. Nicht jeder Gitarrenlehrer hat Musik studiert, man kann auch ohne Qualifikation das eigene Können an seine Schüler weitergeben.
Letztendlich muss es nicht die komplette Neugestaltung sein, auch eine Weiterbildung eröffnet neue Horizonte.

Die Elternzeit bietet einen geschützten Rahmen, seine Talente auszubauen und sich für den Beruf nutzbar zu machen, vor allem weil genug Zeit vorhanden ist, sich fernab von Verpflichtungen Gedanken zu machen.

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